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Mythencheck: Reichweite von E-Autos
Stimmt es, dass…

… Elektroautos heute je nach Modell eine Reichweite von 150 bis 400 Kilometer pro Akkuladung erzielen?

Interview mit Jan Voelkel, Innovationsmanager Elektromobilität bei der Stromnetz Hamburg GmbH, einem Kooperationspartner der Stadtwerke Ahrensburg im Bezug auf Elektromobilität.

Mythencheck Reichweite
© Daniel Krason / Shutterstock.com
Was heißt eigentlich „elektrische Reichweite“?

Unter Reichweite von Elektroautos versteht man, grob gesagt, wie weit man mit der Kapazität der voll geladenen Batterie kommt.

Wie hoch ist die Reichweite von E-Autos im Durchschnitt?

Die Reichweite hängt auch vom Fahrverhalten des Nutzers ab. Mit einem offensiven Fahrstil  verbraucht man natürlich deutlich mehr Energie als mit einem vorausschauenden. Kleinwagen der aktuellen Generation haben im Durchschnitt eine Reichweite von 150 Kilometern. Insofern sind Elektroautos ideal für Pendler, denn ihre tägliche Strecke liegt in der Regel deutlich darunter. Die neuen Modelle von Elektro-Kleinwagen, die Ende 2017 auf den Markt kommen, versprechen eine Reichweite von bis zu 400 Kilometern.

Erzielt man die Reichweite von 400 Kilometern denn garantiert?

Man muss ehrlicherweise sagen, dass 400 Kilometer im Grunde nur bei idealen Bedingungen erreicht werden – zum Beispiel, wenn die Batterie neu und die Witterung günstig ist. Bei den neuen Modellen von Elektro-Kleinwagen wird die Reichweite unter Alltagsbedingungen um die 300 Kilometer betragen. Bei winterlicher Kälte oder wenn die Batterie schon in die Jahre gekommen ist, kann die Reichweite deutlich sinken. Für den üblichen Fahrbedarf ist das allerdings immer noch mehr als genug.

Muss man ein E-Auto also künftig seltener „tanken“ als bisher?

Elektroautos verlangen ein Umdenken, was das Tankverhalten betrifft. Mit einem Benziner oder Diesel tankt man in der Regel erst, wenn sich der Treibstoff dem Ende neigt. Bei Elektroautos lädt man die Batterie noch täglich auf – ähnlich wie man es bei viel benutzten Handys tut.

Kann man die Batterie tatsächlich an einer herkömmlichen Steckdose laden?

Im Prinzip ja. Aber die meisten Besitzer laden die Batterie an speziellen Steckdosen in der Tiefgarage der Wohnanlage, auf dem eigenen Stellplatz oder in der Firmengarage des Arbeitgebers. An öffentlichen Ladestationen war bislang meist ein Vertrag die Voraussetzung für punktuelles „Tanken“. Das Inkrafttreten der Ladesäulenverordnung der Bundesregierung macht es nun möglich, neben dem vertragsgebundenen Laden auch die Direktbezahlfunktion zu nutzen.

Wie entwickelt sich die Lade-Infrastruktur in Deutschland?

Die Zahl der öffentlichen Stromtankstellen steigt in diesem Jahr deutlich, so dass sich die Infrastruktur der E-Mobilität in Deutschland erheblich verbessern und es immer mehr Möglichkeiten geben wird, die Batterie unterwegs binnen ca. 20 Minuten nachzuladen. Die Stadtwerke Ahrensburg werden innerhalb der nächsten Monate mindestens drei neue öffentliche Ladestationen im Zentrum von Ahrensburg installieren, davon zwei Schnellladesäulen. Alle Ladepunkte der Stadtwerke Ahrensburg werden Ökostrom liefern.

Klingt so, als wäre die Zeit reif, sich ein Elektroauto anzuschaffen...

Das entscheidet jeder für sich selbst, ich kann nur sagen, dass zusätzlich zur verbesserten Infrastruktur auch die anderen Rahmenbedingungen der Elektromobilität so gut sind wie nie zuvor.

Nur ein paar Beispiele: Die Auswahl an Fahrzeugen ist deutlich gestiegen – Ende des Jahres 2017 stehen allein an Elektroautos mehr als 30 Modelle zur Wahl. Die Preise für Elektrofahrzeuge sind gesunken, sowohl für Autos als auch für so genannte E-Bikes oder Pedelecs. Dank der aktuellen E-Auto-Kaufprämie des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) können Käufer von vollelektrischen Autos eine Kaufprämie von bis zu 4000 Euro beantragen. Elektrofahrzeuge sind über zehn Jahre von der KfZ-Steuer befreit. Und auch das Parken ist für Nutzer von E-Autos günstiger. Zum Beispiel sind in Hamburg für die Dauer von maximal zwei Stunden keine Parkgebühren fällig, in Ahrensburg sogar für die Dauer von drei Stunden. Parkscheibe genügt.

Eine naheliegende Frage vor den großen Ferien: Ist ein E-Auto denn für eine weite Urlaubsreise geeignet?

Im Prinzip schon, aber für eine große Urlaubsreise wünscht man sich verständlicherweise eine Reichweite, die verlässlich über 300 Kilometer hinausgeht. Und dafür gibt es inzwischen Angebote; zum Beispiel kann man ein Elektroauto leasen und es für insgesamt sechs Wochen im Jahr gegen ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und einer Reichweite von rund 1000 Kilometern tauschen.

Ist noch mehr Bewegung in Sachen E-Mobilität zu erwarten?

Ja, dank der gestiegenen Reichweite der neuen Elektroautos und dank der verbesserten Infrastruktur gewinnen die Nutzer von Elektroautos immer mehr an Flexibilität. Und sicherlich werden bald weitere neue Angebote die Elektromobilität in Deutschland noch attraktiver machen.

Weitere Infos:

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