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Mythencheck: Energielabel

Stimmt es, dass...
... die derzeitigen Energielabel von Elektrogeräten wenig Aussagekraft haben?

Volker Sakriß, Energieexperte und Vertriebsleiter der Stadtwerke Ahrensburg GmbH, gibt Tipps woran man ein energieeffizientes Gerät erkennt.

Energielabel
© M. Schuppich / Fotolia

Die EU-Energielabel haben durchaus eine Aussagekraft – für diejenigen, die sich intensiv damit beschäftigt haben. Wer jetzt überlegt, sich zum Beispiel einen neuen Kühlschrank anzuschaffen, sollte sich mit dem Prinzip des Labels auseinandersetzen. Seit am 1. August 2017 eine neue EU-Energielabel-Verordnung in Kraft trat, ist Bewegung in den Markt gekommen, und das macht die Sache für Verbraucher momentan nicht einfacher. Deshalb hier etwas Basiswissen zu den Etiketten.

Was ist und was soll das Label eigentlich?

Das EU-Energielabel bzw. Energieetikett informiert Verbraucher europaweit einheitlich über die Energieeffizienz und den Energieverbrauch von verschiedenen Produktgruppen. Dazu gehören klassische Haushaltsgeräte vom Kühlschrank über den Fernseher bis zur Waschmaschine, aber auch Klimageräte und Heizkessel. Ein Kühlschrank zum Beispiel ist dann energieeffizient, wenn er den gewünschten Nutzen, also die Kühlung der Lebensmittel auf ca. 7° Celsius, mit wenig Energieaufwand erreicht.

Was sagt das Label aus?

Damit die Etiketten in ganz Europa einheitlich und ohne Sprache funktionieren, basieren sie auf Farben und Piktogrammen. Die Pfeile symbolisieren die sogenannten Energieklassen. Sie geben an, wieviel Strom ein Gerät im Verhältnis zu seiner Größe verbraucht, und zwar pro Jahr (lateinisch „per annum“, weshalb auf dem Etikett „p.a.“ steht). Die Energieklassen sind derzeit unterteilt in A+++ bis G und haben die Farben einer Ampel. Dunkelgrün steht für eine sehr gute, Dunkelrot für eine schlechte Effizienzklasse.

Darüber hinaus enthält das Label je nach Produktgruppe weitere Angaben: So wird etwa bei Spülmaschinen und Waschmaschinen der Wasserverbrauch abgebildet – oder bei Dunstabzugshauben ihre Arbeitslautstärke. So weit, so einleuchtend.

Was macht die derzeitigen Energieetiketten unverständlich?

Bei vielen Verbrauchern sorgt für Verwirrung, dass die Farben und die Pfeile je nach Produktgruppe unterschiedliche Bedeutung haben. Bei Kühlschränken beispielsweise ist die beste Klasse A+++, die schlechteste A+. Bei einer anderen Produktgruppe, etwa Fernsehern, kann die beste Klasse A++ sein, die schlechteste C. Wie kommt es zu diesem Durcheinander? Das System wurde vom technischen Fortschritt teilweise überholt. Als das EU-Effizienzlabel 1998 eingeführt wurde, war es auf sieben Energieeffizienzklassen (A bis G) beschränkt. In den letzten 20 Jahren hat sich die Effizienz aber je nach Produktgruppe unterschiedlich stark verbessert. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, wurde das Energielabel später um die Klassen A+, A++ und A+++ erweitert. Nur um ein Beispiel zu konstruieren: Sagen wir, im Jahr 2001 wurde der effizienteste Kühlschrank mit der Klasse A gekennzeichnet. Dann wurden die Kühlschränke noch effizienter entwickelt – so bekamen sie 2004 ein A+, dann wurden sie noch effizienter, bis sie schließlich als A+++ ausgewiesen wurden. Andere Geräte dagegen haben nicht solche Effizienz-Sprünge gemacht – da ist heute noch ein einfaches A das bestmögliche.

Wann werden die Energielabel übersichtlicher?

Am 1. August 2017 trat eine neue EU-Energielabel-Verordnung in Kraft. Sie reformiert das derzeitige System: Künftig wird es ein einheitliches Energielabel für alle Elektrogeräte mit einer Effizienzskala von A bis G geben. So wird sichergestellt, dass A immer die beste und G die schlechteste Effizienzklasse kennzeichnet. Besonders energieeffiziente Produkte erhalten dabei maximal die Klasse B. So bleibt Spielraum für weitere technische Fortschritte. Darüber hinaus soll ab 2019 eine Datenbank aufgebaut werden, die Verbrauchern einen schnelleren Vergleich über den Energieverbrauch von Produkten ermöglichen und die Kaufentscheidung erleichtern soll. Die Umsetzung der neuen Verordnung wird allerdings noch eine Weile dauern und schrittweise erfolgen. Die neuen Energielabel mit der Skala A bis G werden voraussichtlich ab Ende 2019/Anfang 2020 in den Geschäften sichtbar sein. Wahrscheinlich werden als erstes Waschmaschinen, Kühlschränke, Geschirrspüler, TV und Monitore sowie Beleuchtung neu gekennzeichnet.

Erklärvideo zum EU-Energielabel:
www.deutschland-machts-effizient.de/KAENEF/Redaktion/DE/Video/2016/eu-label.html

Erklärbilder zum EU-Energielabel verschiedener Produktgruppen:
www.ecogator.de/hintergrundwissen/bildergalerie-die-energielabel-aller-geraete/

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