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Mythencheck: Luftfeuchtigkeit in der Heizperiode

Stimmt es, dass man in der Heizperiode die Räume künstlich befeuchten sollte, weil die Luft sonst zu trocken wäre?

Volker Sakriß, Energieexperte und Vertriebsleiter der Stadtwerke Ahrensburg GmbH, gibt Tipps, wie man eine Wohlfühl-Luftfeuchtigkeit erlangt und wie man Schimmelbildung vorbeugt.

So einfach kann man das nicht sagen – deshalb ein klares Jein. Zum einen hängt es vom individuellen Empfinden ab, bei welcher Luftfeuchtigkeit man sich wohl fühlt. Zum anderen ist die Luft in beheizten Räumen nicht grundsätzlich trocken, sie kann im Gegenteil auch ziemlich feucht sein.

Bevor es jetzt verwirrend wird, machen wir einen kleinen Ausflug in die Thermodynamik: Man unterscheidet zwischen absoluter und relativer Luftfeuchtigkeit. Warme Luft kann grundsätzlich mehr Feuchtigkeit aufnehmen und speichern als kalte Luft.

Wenn man im Winter in einem gut beheizten Raum das Fenster weit öffnet, geschieht Folgendes: Warme und relativ feuchte Luft entweicht, kalte Luft mit geringerer absoluter Feuchtigkeit kommt herein – und reduziert dadurch die relative Feuchtigkeit im warmen Raum. Nach dem Lüften ist die relative Feuchtigkeit also geringer als vorher.

Luftfeuchtigkeit im Raum erhöhen

Wer die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung erhöhen möchte, kann zum Beispiel Grünpflanzen aufstellen – oder ein spezielles Verdunstungsgerät. Allerdings muss man berücksichtigen, dass in einigen Gefäßen perfekte Bedingungen zur Bildung von Bakterien herrschen können.

Es hängt stark vom Verhalten der Bewohner ab, ob in einem beheizten Raum nur dann gefühlt ausreichend Feuchtigkeit herrscht, wenn sie extra erzeugt wird. In einem Vierpersonenhaushalt zum Beispiel werden täglich durch Atmen, Duschen, Kochen und Waschen etwa zwölf Liter Flüssigkeit an die Luft abgegeben. Insgesamt ist das so viel, dass man regelmäßig lüften muss, um die Feuchtigkeit in den Wohnräumen zu verringern und eine gute Luftqualität zu gewährleisten. Am besten ist stoßlüften, also mehrmals täglich die Fenster ganz öffnen und für fünf Minuten durchlüften.

Schimmelbildung vorbeugen

Es zahlt sich aus, auf die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung zu achten, denn unter Umständen bildet sich Schimmel. Zur Kontrolle kann man die Werte mit einem Hygrometer messen. Um Schimmelbildung durch Feuchtigkeit zu vermeiden, sollte man dreierlei wissen. Erstens: Je kühler die Zimmertemperatur, desto öfter muss gelüftet werden. Zweitens: Man sollte sogenannte Kältebrücken vermeiden; sie entstehen zum Beispiel in Ecken, in denen die Temperatur geringer ist als im übrigen Raum – dort gibt die kältere Luft die Feuchtigkeit an die Wände ab. Drittens: Man sollte vor allem an Außenwänden verhindern, dass Feuchtigkeit kondensiert, etwa hinter einem Schrank, in den Ecken unter der Zimmerdecke oder am Fensterbrett, wenn dort keine Heizung vorhanden ist.

Zurück zur Frage der Extra-Befeuchtung von sehr trockenen Räumen. Mein persönliches Mittel, um so ziemlich überall ein angenehmes Gefühl von ausreichend "Feuchtigkeit" zu haben, ist ganz einfach: trinken, trinken, trinken.

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