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Mythencheck Heizungsthermostat: Stimmt es, dass…

... man Energie spart, wenn man die Heizkörperthermostate richtig einstellt? Wie macht das?

Volker Sakriß, Energieexperte und Vertriebsleiter der Stadtwerke Ahrensburg GmbH, antwortet:

© erikzunec /fotolia

Ja. Allerdings spielen bei Heizsytemen eine Menge unterschiedlicher Detail-Faktoren eine Rolle, so dass es leider nicht die für alle Fälle gültigen Spartipps gibt. Generell kann man schon ordentlich Heizkosten sparen, wenn man typische Fehler bei der Benutzung konventioneller Thermostate vermeidet. Das gelingt ganz einfach, wenn man sich vor Augen führt, wie eine Warmwasserheizung im Prinzip geregelt wird. Es ist ein Zusammenspiel aus Pumpe, Heizkörperthermostat und Raumtemperaturregler.

Das Thermostat nicht mit einem „Heizungswasserhahn“ verwechseln

Zunächst zum Heizkörperthermostat: Viele Nutzer glauben, ein konventionelles Thermostatventil funktioniere wie ein Wasserhahn: Je mehr man aufdreht, umso mehr fließt. Stimmt nicht. Vielmehr wird die Wärmezufuhr wie folgt gesteuert: Der Temperaturfühler im Thermostatkopf misst fortwährend die herrschende Raumlufttemperatur; davon abhängig öffnet oder schließt der Thermostatkopf das Ventil und regelt so den Heizwasserdurchfluss des Heizkörpers. Das Heizkörperthermostat als Ganzes sorgt dafür, dass die gewünschte Zimmertemperatur konstant bleibt – und zwar auf der Stufe, die man auf dem Drehkopf eingestellt hat, zum Beispiel Stufe 3.

Auf den Raumtemperaturregler achten

Nun zum zentralen Raumtemperaturregler. Er steuert, ob die Heizungspumpe ein- oder ausgeschaltet ist – sie pumpt ja selbst im Winter nicht ununterbrochen. Dazu ein Beispiel: Nehmen wir mal an, in einer Wohnung sind die Räume ähnlich gut isoliert und groß, so dass sie sich gleichmäßig erwärmen. Der Nutzer möchte, dass morgens in jedem Raum eine andere Temperatur herrscht: Im Bad 24 Grad, im Wohnzimmer 20, in der Küche 18, im Schlafzimmer 16 Grad. Der zentrale Raumtemperaturregler hängt im Wohnzimmer, und deshalb nimmt der Nutzer an, dass er hier das Thermostat am besten auf Stufe 3 einstellt, weil diese Stufe ca. 20 Grad entspricht. Am Morgen springt also die Heizung an und versorgt alle Heizkörper mit Warmwasser. Die Räume erwärmen sich. Sobald im Schlafzimmer die eingestellten 16 Grad erreicht sind, schließt sich das Thermostatventil dort. Ebenso geschieht es in der Küche bei wunschgemäß 18 Grad und im Wohnzimmer bei 20 Grad. Als der Nutzer ins Bad geht, empfindet er es dort als nicht warm genug; deshalb dreht er das Thermostatventil – von 4 auf 5. Er möchte mollige 24 Grad haben. Trotzdem steigt die Temperatur im Bad nicht höher als 20 Grad.

Wo ist das Problem? Der Raumtemperaturregler hat die Heizungspumpe ausgeschaltet, nachdem im Wohnzimmer das 20-Grad-Ziel erreicht war – zu „früh“ für den Badezimmer-Wunschwert.

Thermostat und Raumtemperaturregler aufeinander abstimmen

Wie sieht die Lösung aus? Eine Möglichkeit wäre: Der Nutzer stellt den zentralen Raumtemperaturregler im Wohnzimmer höher als die dort gewünschte Temperatur, zum Beispiel auf 25 Grad; das Thermostatventil im Wohnzimmer belässt er bei Stufe 3 für die gewünschten 20 Grad dort. Auf diese Weise geht bei 20 Grad zwar im Wohnzimmer das Ventil zu, aber die Heizungspumpe läuft weiter, weil das zentrale Ziel noch nicht erreicht ist. Das Bad kann sich auf 24 Grad erwärmen, bis sich auch dort die Ventile wegen Erfolgs schließen.

Weitere Energiespar-Tipps mit Hilfe von Thermostaten

Jetzt noch generelle Tipps, wie man mit Hilfe der Thermostate Energie sparen kann.

  • Betrachten Sie den Thermostatkopf als ein ungewöhnliches Thermometer. Die Zahlenskala auf konventionellen Thermostatköpfen entspricht Temperaturstufen. Üblicherweise justieren die Hersteller die Thermostate wie folgt: Stufe 1 entspricht ca. 12 Grad, Stufe 2 ca. 16, Stufe 3 ca. 20, Stufe 4 ca. 24, Stufe 5 ca. 28 Grad.
  • Legen Sie Ihre Wunschtemperatur pro Raum fest. Als Faustregel gilt: Die Wohlfühltemperatur für das Wohnzimmer liegt bei etwa 20 Grad.
  • Verhindern Sie, dass sich ein Wärmestau bildet, zum Beispiel durch Gardinen oder Möbel vor dem Thermostat oder ein Fensterbrett. Ein Wärmestau signalisiert dem Thermostat, dass es schließen soll, obwohl der Raum noch nicht warm ist.
  • Beobachten Sie, ob es sich auszahlt, die Thermostate bei längerer Abwesenheit herunterzudrehen. Generell gilt: Bei mehr als zehnstündiger Abwesenheit lohnt sich das Herunterregeln der Thermostate auf etwa 16 Grad Raumtemperatur. Handelt es sich jedoch um ein hochgedämmtes Gebäude, dessen Räume sehr langsam auskühlen, kann man auf die Reduktion verzichten.
  • Prüfen Sie, ob Ihre Thermostate noch voll funktionsfähig sind. Nach etwa 15 Jahren führt Verschleiß dazu, dass die Temperaturregelung nicht mehr genau arbeitet, so dass die Energieeffizienz sinkt. Wenn sich der Thermostatkopf nur noch schwer bewegen lässt oder die Heizung immer gleichbleibend heiß ist, dann ist es höchste Zeit für einen Austausch. 

Tipps für ein gutes Raumklima während der Heizperiode unter www.stadtwerke-ahrensburg.de/de/Service/Tipps-News/Haushalt/Haushalt1/Mythencheck-Luftfeuchtigkeit-in-der-Heizperiode.html

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