Kontakt Kundenzentrum

Kundenzentrum

Lohe 1
22926 Ahrensburg

Tel.: 04102 / 99 74 0

Mythencheck Heizlüfter: Stimmt es, dass…

... Heizlüfter starke Stromfresser sind? Was wäre die Alternative?

Volker Sakriß, Energieexperte und Vertriebsleiter der Stadtwerke Ahrensburg GmbH, antwortet:

© Drobot Dean /fotolia

Alle Winter wieder kann man es beobachten: Sobald es richtig kalt wird, werden spontan Heizlüfter besorgt. Man kann diese Schnellheizer ja praktisch im Vorbeigehen kaufen, weil Supermärkte und Drogeriemärkte Sonderposten anbieten. Außerdem bringt man einen Heizlüfter supereinfach zum Laufen: Stecker rein und fertig. Aber statt ganz spontan ein Teil zu kaufen, lohnt sich eine Überlegung, welches Gerät für den jeweiligen Bedarf das geeignete ist.

Elektroheizgeräte als Zusatzheizung

Wegen des relativ hohen Energieverbrauchs von Elektroheizgeräten empfehle ich generell, sie nur zur Unterstützung der „normalen“ Heizung und nur zur kurzzeitigen Erwärmung einzusetzen. Zur Wahl stehen drei Typen von Elektroheizgeräten: Heizlüfter, Infrarotstrahler, Radiator.

Heizlüfter – wie ein warmer Wirbelwind

Fangen wir mit dem Heizlüfter an. Mit seinem Gebläse heizt er per Konvektion: Die Luft wird durch ein Heizelement erwärmt und durch das Gebläse im Raum verteilt. Eigentlich soll, damit es für den Menschen gefühlt warm ist, nicht nur die Luft erwärmt werden, sondern alles, was sich im Raum befindet – auch die Möbelstücke. Man kann sich leicht vorstellen, dass dafür viel Energieaufwand nötig ist, und es ist tatsächlich so, dass Heizlüfter gemessen an ihrer Heizleistung den höchsten Stromverbrauch unter den Elektroheizgeräten haben. Zum Aufstellen eines Heizlüfters nur zwei Tipps am Rande: unbedingt auf Tropfschutz und auf Brandschutz achten! Es gibt Geräte, die sich automatisch ausschalten, wenn sie umstürzen. Und schließlich noch ein Hinweis für Allergiker, denen Staub auf die Bronchien schlägt: Durch die Luftzirkulation einer Konvektionsheizung wird natürlich auch Staub durch den Raum gewirbelt.

Infrarotstrahler – Wärme aus dem Stand

Ein Infrarotstrahler erwärmt durch Strahlung nicht die Luft, sondern die Materie, die von den Strahlen getroffen wird, zum Beispiel den Körper eines Menschen. Das führt dazu, dass der Mensch ziemlich schnell ein Gefühl von wohliger Wärme verspürt – selbst wenn die Luft um ihn herum vielleicht nicht einmal 19 Grad misst. Ein weiterer positiver Effekt ist, dass eine Strahlungsheizung die relative Luftfeuchtigkeit in einem Raum tendenziell höher hält als eine Konvektionsheizung. Ein Infrarotstrahler verbraucht verhältnismäßig wenig Energie. Allerdings sind die Beschaffungskosten in der Regel höher, und oft sind für einen Infrarotstrahler ein gewisser Installationsaufwand und Platz nötig – es sei denn, ein schön schlanker Stand-Infrarotstrahler erfüllt den Zweck, für den man ihn braucht.

Radiator – die mobile Elektroheizung

Ein Elektro-Radiator schließlich ist eine Kombination aus Konvektions- und Strahlungsheizung. Im Prinzip ist ein Radiator ein mobiler Elektroheizkörper. Flexibel beweglich auf Rollen, stellt man das Gerät in der Regel als Direktheizung in jene Räume, die nicht regelmäßig beheizt werden. Im Inneren eines Elektro-Radiators befindet sich als Wärmespeichermedium meist entweder Wasser oder Öl; per Strom erhitzt, gibt das Medium Wärme an die Umgebung ab. Worauf man beim Kauf eines Radiators achten sollte: Für welche Raumgröße ist der Radiator geeignet? Kann man seine Leistung variabel einstellen oder heizt er immer „volle Pulle“? Hat er eine Frostschutzautomatik?

Heizkosten im Blick

Was man in jedem Fall im Blick behalten sollte: Mit Gas heizt man generell fast sechsmal billiger als mit Strom. Und eine verbesserte Gebäude-Isolierung kann eine Zusatzheizung überflüssig machen.

Weitere Meldungen aus der Kategorie

Bild

Wie gut kennen Sie sich mit Datengeschwindigkeit aus?

Schätzen Sie mal, wie zuverlässig Provider in der vereinbarten Datengeschwindigkeit liefern.

Bild

Neuer Geruchsstoff für Erdgas

Warum sollten Sie bei einem plötzlichen Geruch von faulen Eiern an Erdgas denken? Weil der Geruch vor einem Gasaustritt warnt

Bild

Mythencheck: Erdgasgeruch

Stimmt es, dass Erdgas nach faulen Eiern stinkt? Wir sagen, wie man schnellstmöglich bemerkt, wenn Erdgas austritt. Und wie man im Ernstfall reagiert

Soziale Netze

Newsletter 

Info I Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Abmeldung ist jederzeit möglich. Zu statistischen Zwecken führen wir Link-Tracking durch.
Bitte beachten Sie auch unsere Datenschutzerklärung.

Rechtliches


© Stadtwerke Ahrensburg GmbH 2016
Webdesign by CvH Design GmbH & Co. KG, Ahrensburg bei Hamburg, www.cvh-design.de – Umsetzung by Hehner Reus Systems GmbH, www.gipsprojekt.de