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Mythencheck Blitzschutz: Stimmt es, dass...

... man bei Gewitter den Stecker des Computers und anderer technischer Geräte ziehen sollte?

Volker Sakriß, Energieexperte und Vertriebsleiter der Stadtwerke Ahrensburg GmbH, gibt Tipps zu Gewitterschutz mit System.

Gewitter
© 71267890 - fotolia.com

Wenn das Gebäude keinen Blitzschutz hat, ist es bei Gewitter eine Minimalmaßnahme, die Geräte von der Stromversorgung zu trennen: Außerdem sollte man Kontakt mit metallischen Leitungen vermeiden, die von außen ins Haus führen, etwa Wasser-, Gas- und Telefonleitung und Antennenkabel. Echter Blitzschutz aber geht anders, nämlich mit System.

Was passiert bei einem Blitzeinschlag?

Ein Blitzeinschlag erzeugt ein extrem starkes elektrisches und magnetisches Feld. Statt der üblichen 230 Volt Spannung können dann für Millisekunden mehrere tausend Volt auf der Leitung liegen – es kommt zu einer Überspannung, die ungeschützte elektrische Geräte zerstört.

Wie funktioniert ein Blitzschutzsystem?

Ein Blitzschutzsystem ist so aufgebaut, dass es vor zwei Sorten von Blitzeinschlag schützt: vor direktem und vor indirektem. Von letzterem spricht man, wenn ein Blitz im Umkreis von bis zu zwei Kilometern einschlägt, seine Spannung auf eine Strom- oder Telefonleitung überspringt und so ins Gebäude gelangt.

Äußerer Blitzschutz

Die Maßnahme gegen direkten Blitzeinschlag ist eine äußere Blitzschutzanlage, der sogenannte Blitzableiter. Er fängt einen Blitz, bevor er ins Gebäude einschlägt, leitet dessen Spannung in die Erde und verteilt sie dort. So wird verhindert, dass Mensch oder Tier einen Stromschlag mit sehr hohen Spannungen erleiden oder dass es zu einem Spannungsschaden oder Brand kommt. Experten raten dringend zu einer äußeren Blitzschutzanlage, wenn das Gebäude höher ist als 20 Meter oder deutlich höher als andere Bauwerke in der Umgebung; auch bei Häusern mit Reet- oder Holzdach ist sie sehr wichtig.

Innerer Blitzschutz

Die Maßnahme gegen indirekten Blitzeinschlag ist eine innere Blitzschutzanlage, die die elektrischen Leitungen sichert und am besten dreistufig funktioniert. Sie besteht aus Ableitern, die am Hauptverteiler (Sicherungskasten), den Unterverteilern und an den einzelnen Steckdosen beziehungsweise Antennenkabeln und Datenleitungen installiert sind. Man spricht von Grob-, Mittel- und Feinschutz, und eigentlich machen nur alle drei Komponenten zusammen Sinn. Wer zum Beispiel nur auf Feinschutz baut, etwa in Form eines Spannungsschutzgeräts für Netz-, Antennen- und Signalleitungen, hat im Fall eines Blitzeinschlags in unmittelbarer Nähe schlechte Karten.

Statistische Wahrscheinlichkeit

Statistisch gesehen, wird in Deutschland jeder Quadratkilometer ein bis fünf Mal pro Jahr von einem Blitz getroffen. Angesichts dieser Zahl steckt in dem Spruch, es sei wahrscheinlicher, vom Blitz getroffen zu werden als im Lotto zu gewinnen, vielleicht mehr Warnung als Witz.

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