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Mit der eigenen Heizung Strom erzeugen

Ein Gerät, mit dem man im eigenen Keller sowohl Wärme, als auch Strom erzeugen kann – das wäre es doch! Und das gibt es auch. Die Technologie ist dabei so neu eigentlich nicht: BHKW heißt das und ist die Abkürzung für Blockheizkraftwerk.

Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich die recht einfache Grundidee, dass ein Motor mit Erdgas betrieben wird und über einen Generator elektrische Energie und – quasi als Abfallprodukt – Wärme erzeugt. Man kennt das vom Auto. Doch während beim Auto die Wärme zum größeren Teil einfach durch den Kühler an die Umwelt abgegeben wird, wird sie im BHKW ganz bewusst für die Heizung der Wohnung und die Warmwasserbereitung genutzt. So weit, so klar. Nun stellt sich aber die Frage, warum das nicht einfach alle im Keller stehen haben, wenn es doch so leicht ist?

Bisher kam diese Technologie nur im großen Maßstab wirtschaftlich zum Einsatz. So zum Beispiel in Krankenhäusern, dann aber meist ab einer elektrischen Leistung von 50 kW und mehr. Ein Einfamilienhaus mit normalem bis höheren Durchschnittsverbrauch benötigt aber nur eine Leistung zwischen 1 und 5 kW. Nun denkt man sich: „Ist doch gut, dann verkaufe ich den überschüssigen Strom einfach.“ Das ist prinzipiell richtig und möglich – nur gibt es den Strom nicht ohne die Wärme und da steckt der Haken der Technologie: für einen Teil Strom muss man ungefähr drei Teile Wärme erzeugen. Und die Mini-Kraftwerke produzieren nur dann Strom, wenn auch Wärme gebraucht wird. Diese Wärme wird aber im Sommer nicht benötigt und kann nur zu einem sehr kleinen Teil gespeichert werden. Deshalb werden die Anlagen so dimensioniert, dass sie nur den Grund-Wärmebedarf und damit einen Teil des Stromverbrauchs decken. Denn wirtschaftlich sind BHKW nur, wenn sie mindestens 3.500 Stunden pro Jahr laufen. „Die Wirtschaftlichkeit eines BHKW resultiert nicht aus dem Verkauf von Strom, sondern aus dem eigenen Verbrauch“, erklärt Diplom Physiker Michael Hell, der auch als Energieberater arbeitet. „Momentan liegt der Strompreis bei etwa 29 ct/kWh, die kann man sich sparen, wenn man ihn selbst erzeugt.“

Durch die neuen Mikro- und Mini-BHKW, die auf eine Jahresproduktion von rund 4.000 kWh Strom kommen, können bei effektivem Einsatz bis zu zwei drittel der Stromkosten gespart werden. Diese Kosteneinsparung führt dazu, dass sich die höheren Anschaffungskosten gegenüber einer gasbetriebenen Heizung innerhalb von 10 Jahren amortisieren. Bei regelmäßiger Wartung und Pflege ist ein BHKW über viele Jahre nutzbar.

„Wirklich lukrativ sind die BHKW für einen Einsatz in Mehrfamilienhäusern, Siedlungen oder bei Gewerbetreibenden mit einem entsprechend hohen Energiebedarf. Für Einfamilienhäuser lohnt sich das BHKW nur unter sehr speziellen Voraussetzungen“, erklärt Michael Hell. In jedem Fall sollte ein Energieberater zu Rate gezogen werden. Dieser kann sowohl für den Einzelfall bewerten, ob ein BHKW sich lohnt, als auch einen über die verschiedenen Fördermöglichkeiten durch Bund und KfW-Bank informieren. In jedem Falle ist die Technologie ausgereift und kann aufgrund ihrer umweltfreundlichen Energieerzeugung einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten – wenn sie effektiv eingesetzt wird.

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