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Mythencheck: Stromausfall

Stimmt es eigentlich, dass…
...
man sich als Privatperson nicht auf einen Stromausfall vorzubereiten braucht, weil so etwas ja sowieso äußerst selten vorkommt?

© nagaets / fotolia.com

Die Stromversorgung in Deutschland zählt europaweit zu den sichersten. Stromausfälle treten vergleichsweise selten auf, sie dauern meistens nur wenige Minuten und haben geringe Auswirkungen auf die Haushalte. Aber es gibt auch Ausnahmen, die weitreichende Folgen haben. Jüngste Beispiele aus dem Norden: Im Juni legte 2018 ein Kurzschluss den Betrieb des Hamburger Flughafens für einen Tag lahm, im Mai erwischte je ein Stromausfall Bargteheide für 20 Minuten und Lübeck für vier Stunden. Abgesehen von solchen spektakulären Ausnahmefällen kann man es in Deutschland als selbstverständlich betrachten, dass der Strom jederzeit aus der Steckdose kommt.

Vom Strom hängt unendlich vieles ab

Gerade weil in Deutschland eine hohe Energiesicherheit herrscht, scheinen viele Bürgerinnen und Bürger zu glauben, sie brauchten oder könnten selbst keine Vorsorge für den Fall des Falles zu treffen. Man muss sich aber nur einmal kurz bewusst machen, wie sehr Haushalte, Kommunen und Industrie von Elektrizität abhängen. So ziemlich alles funktioniert nur, wenn Strom fließt, ob Computer und Telefone, ob Haushaltsgeräte und Heizungen, ob Ampeln und Züge, ob Geldautomaten und Supermarktkassen, ob Tankstellen und Wasserpumpen – die Liste könnte man endlos fortsetzen. Behörden und Feuerwehren tun ihr Bestes, um bei einem Stromausfall schnellstmöglich wieder für Normalität zu sorgen.

Wenig Vorsorgeaufwand, große Wirkung

Unabhängig davon, kann auch jeder Einzelne ein paar Vorbereitungen für das unwahrscheinliche Eintreten eines längeren Stromausfalls treffen. Der Aufwand ist gering, die Erleichterung im Ernstfall groß. Ausführliche Empfehlungen zu Vorsorgemaßnahmen in Bezug auf einen Stromausfall geben das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in Bonn und Feuerwehrverbände. Hier kommen Vorsorgetipps in drei Stufen – je nachdem, wie stark man sich für einen Stromausfall wappnen möchte.

Ausreichend Vorräte anlegen

Stufe 1. Eine minimale Vorbereitung auf einen längeren Stromausfall umfasst, im Haushalt folgende Dinge bereitzuhalten:

  • ausreichend Vorräte für die Ernährung, vor allem Trinkwasser und Lebensmittel, die ohne Kühlung lagerfähig sind und kalt gegessen werden können. Gegebenenfalls auch Babynahrung
  • ausreichend Vorräte an Medikamenten, Hygieneartikeln, DIN-Verbandkasten und Kerzen, Feuerzeug oder Streichhölzer
  • warme Kleidung
  • ein Rundfunkgerät und eine Taschenlampe, die mit Batterien funktionieren, außerdem Ersatzbatterien. Auf diese Weise kann man Informationen des behördlichen Krisenstabes empfangen.

Weitergehende Vorsorgemaßnahmen

Stufe 2. Wer noch mehr Vorkehrungen treffen möchte, um die Auswirkung eines längeren Stromausfalls auf den eigenen Haushalt zu reduzieren, denkt an folgende Maßnahmen:

  • Einen Plan haben, wie man pflegebedürftigen Menschen selbst beistehen kann.
  • Spiritus-, Trockenspiritus- oder Campingkocher oder Holzkohle-Grill für die Zubereitung von warmen Mahlzeiten bereithalten.
  • Petroleum- oder Campinglampe griffbereit haben.
  • Ofen und Brennstoff zur Verfügung haben, die als Heizmöglichkeit dienen.

Notstromanlage für Privathaushalte

Stufe 3. Ein Tipp für alle, die erwägen, sich eine Notstromanlage anzuschaffen: Vor dem Kauf einer Notstromanlage sollte man sich gut überlegen, welche Geräte damit betrieben werden sollen. Dann mit Elektrofachleuten klären, ob diese Geräte überhaupt für ein Stromaggregat geeignet sind oder ob sie Schaden nehmen könnten. Erst dann weiß man, welche Art von Notstromanlage und welche Leistungsfähigkeit für den eigenen Bedarf die richtige ist. In Frage kämen zum Beispiel ein Stromerzeuger mit Diesel- oder Benzinmotor. In jedem Fall sollten sie von einem Fachbetrieb installiert werden. Auf keinen Fall dürfen diese Anlagen ohne Genehmigung des Netzbetreibers mit der Hausanlage verbunden werden. Auch Besitzer von Photovoltaikanlagen auf dem eigenen Hausdach sind vor einem Stromausfall nicht geschützt. Die Wechselrichter schalten bei Stromausfall ab, da in so einem Fall eine Spannungsfreiheit des Stromnetzes garantiert sein muss.

Hilfreiches Verhalten während eines Stromausfalls

Wenn ein Ereignis selten vorkommt, reagieren wir Menschen oft überrascht und unsicher. Deshalb hier noch ein paar Tipps für ein hilfreiches Verhalten während eines Stromausfalls:

  • Nur in einem echten Notfall die Notfallnummer von Polizei oder Feuerwehr wählen, sonst sind die Leitungen schnell überlastet.
  • Möglichst wenig mit dem Mobiltelefon telefonieren, andernfalls werden die wenigen überhaupt funktionierenden Kommunikationsnetze strapaziert und der Akku unnötig schnell aufgebraucht.
  • Technische Geräte wie Computer und Herd ausschalten, denn beim Wiederkehren des Stroms kann es zu einer Spannungsspitze kommen, die eingeschaltete, empfindliche Geräte schädigen könnte; außerdem besteht Brandgefahr.
  • Bei der Verwendung von offenen Flammen wie Kerzen oder Gaskochern in Innenräumen auf Brandschutz und ausreichend Lüftung achten.

Zugegeben, es gilt heute nicht gerade als cool, sich persönlich auf einen Stromausfall vorzubereiten. Aber warum eigentlich? Im Prinzip ist das doch genauso cool, wie jeden Tag dafür zu sorgen, dass dem eigenen Handy nicht unerwartet der Saft ausgeht. Wer bei einem Stromausfall nicht im Dunklen oder auf dem Trockenen sitzt, sondern das Nötige im Haus hat, kommt am Ende des Tages wahrscheinlich doch ziemlich lässig rüber.

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