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Intelligente Stromzähler auch für Privathaushalte

Die Smart-Meter werden kommen. Doch es gibt eine Menge Fragen zu den intelligenten Stromzählern: Was ist das? Wie funktionieren sie?

Muss ich sie anschaffen und wenn ja, was kosten die?

Die wichtigsten Infos fassen wir für Sie zusammen.

Es gibt eine EU-Vorgabe, nach der Sigmar Gabriel als Wirtschafts- und Energieminister den Einbau digitaler Strommesssysteme vorantreiben muss. Bis 2022 sollen 80 Prozent von Europas Verbrauchern mit intelligenten Stromzählern ausgestattet werden. Also werden auch viele Privathaushalte in den nächsten Jahren betroffen sein von der Umrüstung.

Was sind eigentlich intelligente Stromzähler? Die Smart Meter messen die Verbrauchsdaten, geben diese Daten dann per Funk oder Kabel an die Stromversorger weiter – bis zu vier mal pro Stunde.

Warum das Ganze? Der Masterplan der EU und der Stromerzeuger ist, den Stromverbrauch gleichmäßiger über den Tag zu verteilen. Im Laufe von 24 Stunden verläuft der Gesamt-Stromverbrauch nämlich sehr unregelmäßig. So gibt es immer Spitzen am Morgen, wenn Arbeitnehmer aufstehen, gegen Mittag, wenn der Herd an ist und am Abend, wenn neben dem Licht noch die Glotze und die Waschmaschine läuft. In der Spitzenlastzeit müssen Stromerzeuger Kraftwerke zuschalten. Und das ist richtig teuer für Erzeuger und Verbraucher!

Was bedeutet das aber für den Verbraucher? Die plausible Idee ist nun, die Stromlast möglichst gleichmäßig und ohne größere Lastspitzen auf den ganzen Tag zu verteilen. Netzmanagement nennt sich das. Dabei sollen die intelligenten Stromzähler helfen. Sie geben einen quasi minutiösen Einblick in die Verbrauchsdaten der Kunden. Mit neuen Tarifen soll das Verbraucherverhalten gesteuert werden. In Italien zum Beispiel gibt es für Kunden mit diesen Smart Metern mehrere Tarife. Wenn die Verbraucher ihre Waschmaschine etc. in Grundlastzeiten laufen lassen, kostet sie das deutlich weniger. In Spitzenlastzeiten ist Strom so teuer, dass die Kunden sich ernsthaft überlegen, ob sie den Startknopf der Maschine drücken.

Lohnt sich die Anschaffung eines intelligenten Stromzählers? Das ist sicher die Gretchenfrage. Laut DIE WELT vom 12.8.2015 ergaben Berechnungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), dass bei einem Durchschnittshaushalt mit etwa 3500 kWh Stromverbrauch pro Jahr nur 15 Euro jährlich eingespart würden mithilfe eines Smart Meters. Demgegenüber stehen Anschaffungskosten von rund 100 Euro. Allerdings will Gabriel dafür sorgen, dass die Kosten für die Einführung nicht aus dem Ruder laufen. So soll Verbrauchern, die weniger als 6000 kWh pro Jahr beziehen, der Einbau höchstens zwischen 23 und 60 Euro kosten. Auch müssen Verbraucher, die weniger als 6000 kWh pro Jahr beziehen nicht zwingend den Smart Meter einbauen.

Zusammengefasst: Momentan lohnt sich die Anschaffung von Smart Metern nicht für kleinere Verbraucher (unter 6000 kWh/Jahr). Dem geringen Einsparpotenzial stehen hohe Anschaffungskosten gegenüber. Allerdings werden ab 2017 die intelligenten Stromzähler für gewerbliche und private Verbraucher über 10000 kWh pro Jahr Pflicht, Verbraucher über 6000 kWh sind ab 2020 dran. Bis 2028 soll die komplette Umstellung auf Smart Meter abgeschlossen sein, allerdings will das BMWi die Smart Meter subventionieren, sodass in den kommenden Jahren wahrscheinlich die Anschaffungskosten für den Endverbraucher sinken.

Quellen: DIE WELT, stromtipp.de / Bild: fotolia.de

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