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Mythencheck: Bandbreitenbedarf
Stimmt es, dass…

… Glasfasertechnologie ein Modetrend für Technikfreaks ist, aber nichts für normale Haushalte?

Lars Seckler, Leiter Telekommunikation der Stadtwerke Ahrensburg, informiert über Prognosen zum Bandbreitenbedarf in naher Zukunft.

© Andrey Popov / Fotolia.com

Glasfaser-Internet ist sicher kein vorübergehender Modetrend, andere Länder sind da schon viel weiter als Deutschland. Abgesehen vom weltweiten Siegeszug reiner Glasfasernetze, setzt sich immer die technisch beste Lösung durch. Zur Erinnerung: Als 2007 das erste Smartphone ohne Tasten auf den Markt kam, dachten sehr viele Menschen: „So was brauche ich doch nicht!“ Heute will kaum jemand auf sein tastenloses Smartphone verzichten.

Neue Online-Anwendungen, mehr Datenverkehr

Man muss sich nur vergegenwärtigen, wie das Internet vor drei Jahren genutzt wurde, und was man heute online macht. Zum Beispiel holen sich nun immer mehr Nutzer Musik und Filme per Streaming aus dem Internet; Anwendungen wie diese bringen mit sich, dass hohe Datenmengen transportiert werden müssen. Ganz zu schweigen von den Datenmengen, die im Geschäftsleben aufkommen.

Prognosen zum Bandbreitenbedarf

Mir ist klar, dass man mit Prophezeiungen vorsichtig sein sollte. Ich erinnere nur an eine Aussage von Ron Sommer, der 1990 als Telekom-Vorstand vorhersagte: "Das Internet ist eine Spielerei für Computerfreaks, wir sehen darin keine Zukunft." Anders als Prophezeiungen, stützen sich Prognosen wissenschaftlich auf Zahlen, und deshalb untermauere ich meine Aussagen hier mit Prognosen.

Prognosen des Bundesverbands Breitbandkommunikation e.V. (BREKO) zufolge wird sich das Datenvolumen in Deutschland bis zum Jahr 2020 binnen nur vier Jahren allein im Festnetz vervierfacht haben. Daran wird allein die Nachfrage von Privatkunden einen hohen Anteil haben. Gemäß der aktuellen BREKO-Breitbandstudie benötigen Privatkunden bereits im Jahr 2020 durchschnittlich eine Bandbreite von 170 Mbit/s. Die von der Bundesregierung eingerichtete Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) geht in ihrem Jahresgutachten 2017 davon aus, dass die durchschnittliche private Nachfrage im Jahr 2025 bei 400 Mbit/s im Download und bei 200 Mbit/s im Upload liegt.

Ultraschnelles Internet dank Glasfaser

Damit das wachsende Datenvolumen bewältigt werden kann, sind ultraschnelle Internetverbindungen nötig. Kurz zur Erklärung: Die Datenmenge, die in einer bestimmten Zeit übertragen wird, sei es via Glasfaser, Kupferkabel oder Funkwellen, wird in Bit bzw. Megabit pro Sekunde (Mbit/s) gemessen. Die Übertragungsrate bezeichnet man als Bandbreite; je höher die Bandbreite, umso mehr Daten können störungsfrei fließen. Mit großem Abstand am schnellsten sind optische Signale unterwegs, nämlich mit Lichtgeschwindigkeit. Damit die Signale wirklich im Höchsttempo vom Absender bis zum Empfänger übermittelt werden können, muss das gesamte Übertragungssystem aus Glasfaser bestehen.

Das ist FTTH, Fibre To The Home, also Glasfaser bis ins Haus. Wir von den Stadtwerken Ahrensburg erstellen eine reine Glasfaser-Internet-Infrastruktur für ganz Ahrensburg und bieten den Bürgern an, sich einen Glasfaseranschluss ins Haus legen zu lassen, damit sie unmittelbar über ultraschnelle Internetverbindungen verfügen.

Lars Seckler

FTTH ist die beste Technologie

Unter Experten ist FTTH unbestritten die beste Technologie. Der Haken an FTTH ist nur, dass diese Technologie relativ hohe Investitionen erfordert. Billiger und kurzfristiger machbar ist eine Bandbreitensteigerung zum Beispiel durch die Modernisierung alter Kupferkabel, genannt Vectoring. Bei dieser Technologie besteht ein Teil der Leitungen zwar aus Glasfaser, aber das letzte Wegstück vom Kabelverzweiger bis zum Nutzer besteht weiterhin aus Kupferkabeln – und die wirken wie eine Bremse, denn sie können Daten im besten Fall nur mit 100 Mbit/s leiten. Was das für Nutzer bedeutet, die in drei Jahren die vorhergesagten durchschnittlich 170 Mbit/s benötigen, kann sich jeder selbst ausmalen.

Mit FTTH auf der sicheren Seite

Mich erinnert Vectoring an den Versuch, durch das Aufeinander-Stapeln von Stühlen eine Leiter zu ersetzen. Eine relativ wackelige Angelegenheit, die nur bis zu einer bestimmten Höhe funktioniert. Übertragen auf die Bandbreite heißt das: Die gegenwärtige Vectoring-Technologie hat schon mit 100 Mbit/s ihre Grenze erreicht, darüber hinaus geht’s nicht. FTTH dagegen ist sozusagen eine Leiter, die sich bequem und nahezu unbegrenzt ausziehen lässt. Glasfaser leistet schon heute 1000 Mbit/s und hat noch reichlich Reserven. Die werden wir früher oder später brauchen.

Wer für seinen ganz normalen Haushalt das Thema Bandbreite nicht immer wieder neu anfassen und sich nicht mit Stückwerk behelfen möchte, entscheidet sich am besten für die dauerhafte und sichere Lösung, nämlich FTTH. Mit den Multimedia-Diensten unserer Marke SchlossMedia bieten wir Privatkunden die Wahl, 100 oder 200 oder 300 Mbit/s zu bestellen und je nach Bedarf zu wechseln.

Auf die Zukunft vorbereitet

Gut möglich, dass die Bandbreiten-Prognosen für die Jahre 2020 und 2025 nicht genau so eintreten wie heute errechnet. Vielleicht liegt der Bedarf von Haushalten ein wenig höher oder niedriger. Über 100 Mbit/s steigen wird die Nachfrage ganz sicher. Ich glaube, ein Staatsmann aus der Antike brachte den Umgang mit der Zukunft sehr gut auf den Punkt. Perikles sagte: „Es ist nicht unsere Aufgabe, die Zukunft vorauszusagen, sondern auf sie gut vorbereitet zu sein.“

Weitere Hintergrundinfos zu Internet-Technologien:

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