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Mythencheck: Stromdiebstahl

Stimmt es, dass...
... schneller ein Stromdiebstahl passiert, als man meint?

Die meisten Menschen denken sich nichts dabei, ohne zu fragen ihr Handy an einer freien Steckdose zu laden. Doch Vorsicht! Auch wenn eine fremde Steckdose verfügbar ist und das Gerät nur wenig Energie braucht, ist die Nutzung nicht automatisch erlaubt. Streng genommen kann man wegen Stromdiebstahls belangt werden.

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Eine freie Steckdose ist keine Einladung

Tendiert die Akku-Anzeige des eigenen Mobiltelefons gegen Null, kommt einem die nächste freie Steckdose wie gerufen. Schnell stöpselt man das Ladekabel ein, sei es im Restaurant oder im Warteraum einer Praxis. Auch in anderen Situationen wird es als geradezu einladend empfunden, die Steckdosen zu nutzen. Am Arbeitsplatz gebraucht man eigene elektrische Geräte nach Bedarf, ob Kaffeemaschine, Heizlüfter, Ventilator oder zur Adventszeit gern mal eine Lichterkette am Bürofenster.

Ist ungefragtes Strom-Entnehmen ein Straftatbestand?

In Deutschland ist die "Entziehung elektrischer Energie", wie Stromdiebstahl in Juristendeutsch heißt, eine Straftat (§ 248c Strafgesetzbuch). Die private Stromentnahme am Arbeitsplatz kann unter Umständen zu einer Abmahnung oder fristlosen Kündigung führen. Auch wenn der finanzielle Schaden nur minimal ist, kann ein Vertrauensmissbrauch vorliegen, und der wiegt schwer. Vor Gericht landete zum Beispiel ein Fall, bei dem es um Stromkosten von 1,8 Cent ging. Diese hatte ein Angestellter verursacht, weil er in der Firma einen Elektroroller zum Laden angeschlossen hatte. Ihm wurde fristlos gekündigt. In seinem Fall war die Kündigung letztlich nicht rechtswirksam, weil unter anderem das verlorengegangene Vertrauen durch eine Abmahnung hätte wiederhergestellt werden können.

Der Arbeitgeber entscheidet

Beschäftigte haben keinen Anspruch darauf, ihre privaten Elektrogeräte im Büro aufzustellen. Der Stromanschluss am Arbeitsplatz gehört zum Betrieb und allein der Arbeitgeber entscheidet, wie der Strom genutzt wird. Schließlich ist er für den Arbeitsschutz verantwortlich und muss dafür sorgen, dass seine Beschäftigten nicht gefährdet werden, etwa durch Elektrogeräte.

Wie sichert man sich ab?

Wer eigene Elektrogeräte im Büro benutzen beziehungsweise aufladen will, benötigt die Zustimmung des Arbeitgebers. Dieses Einverständnis muss nicht ausdrücklich und schriftlich erfolgen, sondern kann auch stillschweigend erteilt werden. Weiß der Arbeitgeber von der privaten Stromnutzung und duldet sie üblicherweise, dürfen Mitarbeiter ihre Elektrogeräte aufladen und gebrauchen, ohne dass ihnen arbeitsrechtliche Folgen drohen. Voraussetzung ist, dass die Benutzung niemanden bei der Arbeit stört. Fehlt dagegen die Zustimmung des Arbeitgebers, wäre eine Abmahnung gerechtfertigt, selbst bei geringen Strommengen. Bei einem massiven Stromentzug kann unter Umständen sogar die Kündigung drohen.

Nachts in der Garage...

Wer in der Garage eines Mehrfamilienhauses den Akku seines E-Bikes, E-Autos oder E-Scooters laden möchte, hat einiges zu beachten, unter anderem dies: Läuft der Strom der gesamten Garage nur auf einem Zähler, darf der Vermieter oder ein Miteigentümer nach derzeitigem Rechtsstand ein Verbot aussprechen. Denn in diesem Fall müssten alle Mieter oder Eigentümer zusammen den Strom zahlen. Verschafft sich ein Mieter unbefugt Allgemeinstrom in Keller oder Garage, riskiert er unter Umständen einen Grund zu einer Abmahnung oder außerordentlichen fristlosen Kündigung.

Ob am Arbeitsplatz oder in einer Wohnanlage: Wer Risiken vermeiden möchte, sollte vor der ersten Nutzung von Strom an einer allgemein zugänglichen Steckdose klären, was erlaubt ist und was nicht.

Die Stadtwerke Ahrensburg bieten zuverlässige Lösungen für das Laden von E-Fahrzeugen am Arbeitsplatz oder in der Garage. In Ahrensburg betreiben wir an sechs zentralen Standorten insgesamt zwölf öffentliche Ladepunkte. Sie sind unkompliziert zu nutzen und liefern umweltfreundlichen Ökostrom.

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